Einfluss der Pharmakotherapie auf die Kollagen-Crosslinkausscheidung bei rheumatoider Arthritis / von Lars Kummer

Kollagen-Crosslinks im Urin sind ein entscheidendes Hilfsmittel zur Quantifizierung der Gelenkdestruktion bei rheumatoider Arthritis. Wir unterscheiden zwei Kollagenabbaumarker: Pyridinolin-PYD (Knorpel und Knochen) und Desoxypyridinolin-DPYD (Knochen). Neben wichtigen soziodemographischen Faktoren wird der Kollagenumsatz möglicherweise durch eine antirheumatische Therapie mit beeinflusst. Wir analysierten die Crosslinks mittels HPLC im Morgenurin. Bei 228 Rheumapatienten untersuchten wir die PYD- und DPYD-Ausscheidungen hinsichtlich Alter, Geschlecht sowie Entzündungsparameter (CrP, BSG) und stellten sie einem gesunden Kontrollkollektiv und einer Osteoporosegruppe gegenüber. Hierbei fanden wir die höchsten PYD-Werte bei Rheumapatienten und die höchsten DPYD-Werte bei Patienten mit Osteoporose. Unter den Rheumapatienten haben Frauen deutlich mehr Kollagen-Crosslinks im Urin als Männer. Das PYD korreliert mit dem Alter, der Erkrankungsdauer und den Entzündungsparameter. Aufbauend auf diese Ergebnisse konnten wir den medikamentösen Einfluss auf die Kollagen-Crosslinkausscheidung unter Beachtung relevanter soziodemographischer Einflussfaktoren an einer Subgruppe (n=140) näher differenzieren. Patienten mit NSAR-Therapie haben geringere PYD-Werte im Urin.

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Person: Kummer, Lars [Author]
Corporate Author: Friedrich-Schiller-Universität Jena [Degree granting institution]
Format: Book
Language(s):German
Publication:Jena, 2007
Printing place:Jena
Dissertation Note:Jena, Univ., Diss., 2008
Subjects:Rheumatoide Arthritis > Pyridinolin > Kollagen > Vernetzung > Pharmakotherapie > Kombinationstherapie
Type of content:Hochschulschrift
Related resources:Erscheint auch als Online-Ausgabe: Einfluss der Pharmakotherapie auf die Kollagencrosslinkausscheidung bei rheumatoider Arthritis
Physical description:80 Bl. : graph. Darst. ; 29,4 cm
Basic Classification: 44.83 Rheumatologie, Orthopädie
44.38 Pharmakologie