Unerwünschte Arzneimittelereignisse bei Patienten mit Diabetes mellitus und eingeschrängter Nierenfunktion / von Katrin Maier

Diese Sozialstudie hat das im Gesundheitssystem, in der Politik und in der Presse vieldiskutierte Thema der "dicken Kinder" aufgegriffen und mit Ausgangsthesen bearbeitet: Erstens sollte anhand der soziologischen Rekonstruktion von Einzelfallanalysen überprüft werden, ob die juvenile Dickleibigkeit als Übergangsphänomen der adoleszenten Entwicklung gelten kann, welches mit Abschluss dieser Entwicklungsphase in der Regel spontan geheilt ist. Zweitens sollte die kontroverse Diskussion dieses Phänomens, dessen Problematisierung, auf die zugrundeliegenden Deutungsmuster der einzelnen Argumentationspositionen hin untersucht werden. Im wesentlichen kann man feststellen, dass Fachdiskussionen, seien es Ärzte und Ernährungswissenschaftler, Gesundheitspolitiker oder Journalisten zu einer Problematisierung bis hin zur Stigmatisierung tendieren, während dieser Einstellung eine lebensweltliche Haltung der natürlichen Selbstverständlichkeit und Unbefangenheit gegenübersteht. Dieser Aspekt des öffentlichen Diskurses wurde auf die Ebene der Betroffenen, d.h. der Kinder und ihrer Angehörigen, heruntergebrochen und deren lebensweltliche Einstellung bzw. Erfahrung ebenfalls in Einzelfallanalysen rekonstruiert. Die Studie arbeitet mit einem objektiv-hermeneutischen und einem sozialphänomenologischen Zugang zu den Untersuchungsfragen. Als soziologische Erkenntnisinteressen, auf die hin die Arbeit konzipiert wurde, sind drei Punkte zu nennen: Erstens soll exemplarisch an der Fragestellung der Konstitution der Dickleibigkeit studiert werden, wie der Leib sozial strukturiert wird. Damit soll ein Beitrag gegen die sogenannte Leib-Vergessenheit der Soziologie geleistet werden. Dabei wird an eine philosophische Tradition angeknüpft, die nach der folgenreichen Ausblendung des Aspektes der Leiblichkeit in einer cartesianisch geprägten Philosophie wieder von Nietzsche aufgegriffen wird und über die phänomenologische Neuorientierung der Philosophie durch Husserl zu Merleau-Ponty führt. Zweitens soll in der Studie erprobt werden, wie diese sozialen Strukturierungsprozesse auf der Ebene der Leiblichkeit methodisch erfasst werden. ...

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Person: Maier, Katrin [Author]
Corporate Author: Friedrich-Schiller-Universität Jena [Degree granting institution]
Format: Book
Language(s):German
Publication:Jena, 2004
Printing place:Jena
Dissertation:Jena, Univ., Diss., 2004
Subjects:Arzneimittelnebenwirkung > Diabetes mellitus > Nierenfunktionsstörung > Risikofaktor
Type of content:Hochschulschrift
Related resources:Erscheint auch als Online-Ausgabe: Unerwünschte Arzneimittelereignisse bei Patienten mit Diabetes mellitus und eingeschrängter Nierenfunktion
Physical description:69 Bl. : graph. Darst. ; 30 cm
Basic Classification: 44.38 Pharmakologie